Mittwoch, 23. April 2008
Wenn Engel hassen
Währenddessen in Johns Farm.
"Sue? Mary-Ann? Joseph?" Drei aus unterschiedlichen Richtungen kommende "Ja?" beantworteten die Frage ihrer Mutter. "In einer halben Stunde gibt es Essen und hier schaut es aus, als ob ein Tornado durch das Haus gewütet wäre. Los aufräumen! Sonnst geht es heute Abend gleich nach dem Essen ins Bett mit euch und dann gibt es kein Basketball im Fernsehen." Anscheinend hatte sie genau die richtige Drohung gefunden, denn sofort hörte man im ersten Stock vier Füße trampeln, die kurze Zeit später auch die Treppe runterpolterten. Joseph kam als erster ganz außer Atmen gefolgt von Mary-Ann in die Küche. Sue brauchte etwas Länger und so standen die Drei, kurze Zeit später, wie die Orgelpfeifen der Größe nach sortiert nebeneinander. Joseph war mit seinen 12 Jahren der Älteste der Drei und wenn sein Vater außer Haus war der Mann im Haus. Zumindest hielt er sich dafür. Die zwei Jahre jüngere Mary-Ann hingegen war der wirkliche zweite Mann im Haus. Sie beherrschte schon jetzt alle Tricks mit denen sie ihren großen Bruder um den Finger wickeln konnte. Und Sue? Sie war zwar mit ihren 8 Jahren die Jüngste und das typische Nesthäkchen. "Nun schlagt hier keine Wurzeln, sondern räumt auf," meinte ihre Mutter und schon rannten die Drei durch die Türe und machten sich geräuschvoll daran Ordnung in das Chaos im Ess- und Wohnzimmer zu bringen. "Warum können die nicht öfters in der Woche Basketball spielen, dann wäre viel mehr Ordnung im Haus", dachte Sophie, ihre Mutter, als sie sich wieder dem Herd widmete auf dem in einen Topf Kartoffeln im sprudelnden Wasser kochten.
Ein lauter Schlag erschütterte die Haustür. Als ob sich ein schweres Tier mit voller Wucht gegen die Tür geworfen hätte. Wieder ein Schlag, die Tür flog splitternd aus dem Rahmen und und fiel mit einem lauten Knall auf den Boden. Entsetze Aufschreie von zwei Kindern drangen durch die Küchentür. Schwere Stiefel von mehreren Personen hallten über den Boden. Kurz darauf drangen die Schreie der Kinder nur noch gedämpft durch die Tür, als ob irgendwer oder irgendetwas sie am Schreien hindern würde. Sophie konnte sich nicht bewegen. Der Schreck und die Angst lähmten ihren ganzen Körper. Mit schreckgeweiteten Augen starrte sie auf die Tür zum Wohnzimmer. Sie wollte Schreien, doch ihr Hals war wie zugeschnürt und ihre Stimmbänder weigerten sich ihr zu gehorchen. Schritte näherten sich der Tür. Langsame, siegessichere Schritte untermalt vom ängstlichen, gedämpften Wimmern der Kinder. Die Tür flog auf. Ein schwarz gekleideter, mit einer schwarzen Skimaske maskierter Mann betrat die Küche. Sophie konnte sich nicht entscheiden wovor sie mehr Angst hatte. Vor der schweren Pistole, die in seiner rechten behandschuhten Hand lag oder vor den eisblauen, gefühllosen, kalten Augen. In diesen Moment wusste Sophie, dass sie den Tag nicht überleben würde und begann am ganzen Leib zu zittern. Der Mann packte sie und zerrte sie in das Wohnzimmer. Mary-Ann und Joseph lagen gefesselt und geknebelt am Boden und schauten sie mit panikerfüllten Blicken an. Sue lag mit nach oben verdrehten Augen ohnmächtig daneben. Ein großer rot, blau, violett schimmernder Fleck war auf ihrer Stirn zusehen. Neben ihr lag ein Teil der Haustür. Blut war daran zu sehen. Es waren noch drei andere Männer in den Raum. Alle drei schwarz vermummt, alle drei mit hellblauen, kalten Augen. Maschinenpistolen hingen locker an ihren Schultern. "Wo ist dein Mann?" fragte der Mann, der Sophie festhielt. Seine Stimme hatte einen starken russischen Akzent und war so hart wie seine Augen kalt. Sie konnte nicht Sprechen. Er schlug sie, die Kinder schrien unter ihren Knebel entsetzt auf. "Wo ist dein Mann?", wiederholte der Russe die Frage. "Ich weiß es nicht, ICH WEISS ES NICHT!!!!!", schrie Sophie. "Bljadski rot!"
John kam gerade über den Hügel, als er etwas ungewöhnliches sah. Ein kleiner, schwarzer Van, den er nicht kannte, stand auf seinem Hof. Er hörte ein Rattern, dass kurze Zeit später im Gekrächzte der aufgeschreckt davonfliegenden Krähen unterging. John begann zu Laufen,"Nein, das konnte nicht sein, das durfte nicht sein." Tränen stiegen in seine Augen, während er immer schneller den Hügel hinab lief. Vier schwarz gekleidete Männer verließen das Haus und schlenderten zu dem Van in dem ein Fahrer wartete. Einer der Männer deutete auf John, doch ein anderer winkte ab. Sie stiegen in den Van ein und fuhren davon. John erreicht den Hof mit der wahnsinnigen Hoffnung, dass es anders sei, nicht wie befürchtet. Da sah er das schwarze Loch, dass einst seine Haustür war. Langsam taumelte er auf die Tür zu, ein verdrehtes Bein kam in sein Sichtfeld. Ein Schritt weiter, das andere Bein folgen. Der nächste Schritt, ein Rock erscheint. Wieder ein Schritt, ein weißes T-Shirt in einer dunkelrötlich sich schwarz verfärbenden Pfütze aus Blut liegend. John's Welt beginnt sich zu drehen, wieder ein Schritt, eine unförmige Masse aus Fleisch, Knochen und Blut und Hirnmasse dort wo sich einst der Kopf eines kleinen Mädchens befunden hat. Seines kleines Mädchen. Die Welt dreht sich immer schneller, immer schneller. John bekam keine Luft mehr. Die Welt drehte sich schneller, immer schneller. Gesichter erschienen in dem Strudel. Die Gesichter seiner Kinder. "Komm Daddy, hier ist es schön, komm her. Grandpa ist auch da und freut sich schon dich wieder zu sehen. Komm her." John fühlte, wie er langsam nach oben schwebte, Hände streckten sich nach ihn. John wollte zugreifen. "John," riefen die Stimmen, "John." "John!", etwas war an dieser Stimme anders, "Hey, John aufwachen." Er fühlte ein dumpfen Schlag an der Wange. Trauer lag in den Gesichtern, die Hände winkten zum Abschied. "Wir warten auf dich," dann verstummten die Stimmen und John fiel.
John blinselte, grelles Licht blendete ihn. Er wollte seine Hand zum Schutz vor sein Gesicht nehmen, doch irgendetwas hinderte ihn daran. "Na also, es geht doch." John blinselte noch einmal und die verschwommenen Schatten im Licht verdichteten sich zu einem Gesicht. Franks Gesicht. "Gott sei Dank John, wir dachten schon die Schweine hätten dich auch erwischt." Bilder und Erinnerungen stürzten auf John ein, Bilder seiner niedergemetzelten Familie. Die Leichen seiner Kinder und seiner Frau, die wie weggeworfene Puppen in seinem Wohnzimmer lagen und ihn aus gebrochenen, toten Augen anklagend anschauten. John schrie und tobte, doch Frank drückte ihn fest auf die Unterlage. "Verdammt hilf mir doch!" rief Frank. John spürte einen kleinen Stich und dann nur noch Schwärze. Das nächste mal als John erwachte, lag er auf einer Trage festgebunden. Frank saß im gegenüber und biss gerade in einen Apfel. "Tut mir Leid John, aber wir müssen dich im Moment vor dir selbst schützen, deshalb die Riemen." Frank legte den Apfel auf einen Tisch. "Wir wissen, wer die Schweine waren und wir wissen wer die Rechnung begleichen wird." Die Bilder stiegen wieder auf, doch dieses mal hatte John sich insofern unter Kontrolle, dass er nicht mehr tobte sondern nur noch heiße Tränen der Trauer seine Wangen herunterliefen. Irgendwann waren auch die Tränen vorbei und John schaute Frank ins Gesicht. "Wer? Und wer ist wir?" fragte er mit brüchiger Stimme. "Jegor Kraswili und wir? Wir sind das Werkzeug deiner Rache." Frank lächelte kalt.
Fünf Jahre später.
John saß auf einen schäbigen Bett in einer schäbigen Absteige. Früher hätte er sich vor der durchgeschwitzten Matratze geekelt. Doch das war früher. Vor dem Tod seiner Familie und vor seiner Ausbildung. John blickte auf den wackeligen Holztisch neben ihn auf dem ein in schwarzen Samt eingewickelter länglicher Gegenstand lag. Ein bitteres Lächeln umspielte Johns Miene. Er strich sanft mit seiner Hand darüber und fühlte den Kontrast zwischen den weichen Samt und der harten Scheide, die er umschloss. Vorsichtig befreite er das Werkzeug seiner Rache von seiner Umhüllung. Langsam, fast ehrfürchtig zog er das Schwert aus seiner Scheide. Ein leichtes Singen lag in der Luft. Sein Gesicht spiegelte sich in der Klinge. Er sah sein früher mal so sanftes braunes Auge, das inzwischen hart geworden ist. John stand auf und übte noch einmal die Schrittfolgen, die ihn fünf Jahre lang beigebracht worden sind, bis er eins mit seinem Schwert wurde. Die Stunden vergingen, doch erst das sanfte rosa des Abendrotes unterbrachen seinen mörderischen Tanz. Bald ist es soweit, bald hatte er seine Rache. Er steckte das Schwert zurück in die Scheide und ging in das angrenzende Bad. Dicke Schweißflecken hatten sich auf seiner Kleidung gebildet, doch sie störten ihn nicht. Das machte seine Tarnung nur noch authentischer. Er zog sein Hemd aus und nahm eine unangebrochene Flasche Fusel vom Waschbecken. Großzügig goss er den Alkohol über seine Kleidung. Er lächelte dabei. Danach zog er das nach billigen Fusel stinkende Hemd wieder an. "Perfekt," dachte er sich. Er ging zurück in das Wohnzimmer und befestigte das Schwert im seinen Hosenbein. Darüber zog er sich einen alten schäbigen Mantel an. "Fast fertig." Er hinkte zurück in das Badezimmer und schmierte sich eine braune Creme ins Gesicht und auf die Hände sowie in die Haare. Er prüfte das Ergebnis im Spiegel. "Wie frisch aus der Gosse." Danach hinkte er zur Zimmertür. Die Stunde der Rache hatte begonnen.
Die Bar war der Prototyp einer Spelunke. Spärliches Licht sorgte für ein diffuses Halbdunkel, dass die Umgebung mehr erahnen als erkennen ließ und nur die kleine, die Bar dominierende Bühne mit ihren senkrechten Stangen wurde von zwei Scheinwerfern erleuchtet. Die Gäste saßen an kleinen Tischen oder in Separees und starrten in Erwartung der bald beginnenden Show mit alkohlschwangeren Blick auf die Bühne. Hinter der Bar stand ein glatzköpfiger Bär von einem Mann dessen Haut, soweit man sie sehen konnte, über und über von Tattoos bedeckt wurde. John trat ein. Er wusste, dass in dieser Bar heute hoher Besuch war. Kraswili, dem der Laden gehörte, stattete ihn einen Besuch ab. Kraswili besuchte jedes seiner Besitztümer einmal im Jahr um sich selbst ein Bild über die Lage dort zu machen. Heute sollte dies sein letzter Besuch sein. John hinkte an die Bar und lehnte sich neben einen nach Schweiß und Alkohol stinkenden Rocker an den Tresen. Der Barkeeper bedachte ihn mit einen abwertenden Blick, bewegte seinen massiven Körper aber dennoch zu John. "Ey, Penner hier ist nicht die Wohlfahrt. Entweder du kaufst was oder die fliegst. Klar?" John sah ihn an. "Ja Sir!" Er suchte aufwändig in seinen Taschen und zauberte dann einen fast sauberen 10 Dollar Schein in seine Hand. "Reicht das?" Der Wirt betrachtete den Schein prüfend und antwortete. "Für ein, zwei Drinks." "Nun dann will ich ein, zwei Whisky, aber nicht den russischen Grillanzünder da, sondern Richtigen." "Wie du meinst." Der Wirt nahm eine Flasche Whisky von der Bar und schenkte drei Gläser für John ein. "So für mehr reicht der 10er nicht." "Das passt schon," meinte John und goss sich einen der Whiskys hinter die Binde. Dabei drehte er sich von der Bar weg und musterte die Leute. Da saß Kraswili. Am anderen Ende der Bar umgeben von seinen Gorillas. Vier Stück waren es. Kein Problem für John, aber noch war es zu früh, noch war es zu auffällig. Plötzlich erwachten Lautsprecher mit einem lauten Knacken zum Leben und blechern klingende Musik erklang. Die Show schien anzufangen. Zwei spärlich bekleidete osteuropäisch wirkende Mädchen staksten unter dem Gejohle der Zuschauer auf die Bühne. John schätzte sie auf höchstens 18. Wahrscheinlich hat man sie mit dem Versprechen auf ein besseres Leben von zu Hause weg gelockt. Hierher in die Hölle, ohne Papiere, ohne Identität, ohne Wert, ohne Zukunft. John wusste viel über Kraswili und je mehr er erfahren hatte, desto größer wurde der Wunsch dieses Schwein in die Hölle zu schicken. "Und nun zum Aufwärmen, frisch eingetroffen aus Übersee, Julya und Natasha." klang es aus den Boxen. John drehte sich kurz zur Bar und sah dabei den Wirt in ein Mikrofon sprechen. Die beiden Mädchen begannen sich abgehackt zur Musik zu Bewegen und ihre Hände unbeholfen über den Körper zu streichen. Ihre nervösen Blicke wanderten über die Zuschauer. Wenn man genau hinsah konnte man ein überschminktes blaues Auge sehen. "Titten raus!" grölte einer der Zuschauer. "Genau!" kam es aus einer anderen Ecke.
John wandte seinen Blick von der Bühne ab und fixierte wieder Kraswilis Separee, der die Show mit ausdruckslosen Gesicht verfolgte. John torkelte mit seinem Whisky in der Hand langsam in die Richtung. Bald war die Stimmung in der Bar für seine Tat genau richtig. Die beiden Mädchen wurden derweil von der Bühne geholt und durch eine erfahrenere Stripperin ersetzt. Geldscheine flogen auf die Bühne. John erreichte das Separee und lehnte sich an die dünne Bretterwand genau hinter Kraswili. Er atmete ein paar mal tief ein und aus, um seinen Körper zu beruhigen und legte dann seine Hand auf den Griff seines Schwertes. Lautlos zählte er bis drei, riss das Schwert aus seiner Scheide und stieß die Klinge durch das Holz. John fühlte wie die Klinge erst durch das harte Holz und dann durch das vergleichsweise weiche, menschliche Fleisch stieß. Schnell zog er die rot glitzernde Klinge heraus um sie ein paar Zentimeter daneben noch einmal durch zustoßen und wieder herauszuziehen. Jetzt war es an der Zeit seinen Gegnern offen gegenüber zu treten. Mit schnellen Schritten und mir zur Abwehr erhoben Schwert lief er um die Wand. Kraswilli saß mit vor Überraschung weit aufgerissenen Augen da. Zwei große Löcher aus deinen Blut floss zierten seinen Oberkörper. Verzweifelt versuchte er Luft in seine durch das Schwert zerstörten Lungen zu Pumpen. Die vier Leibwächter wussten nicht recht was geschehen war, als Johns Schwert die Brust des Ersten durchbohrte. Das laute Kreischen der Stripperin übertönte sogar den Lärm der Bar. Bis auf das kreischend zusammenbrechenden Mädchen und die billige Musik aus dem Lautsprecher herrschte plötzlich Totenstille, während John mit einer eleganten Halbdrehung den Kopf des zweiten Leibwächters von dessen Körper trennte. Blut ergoss sich über den Tisch. Endlich waren auch die beiden anderen Leibwächter aus ihrer Überraschung aufgewacht und versuchten verzweifelt an ihre Pistolen, die sich in Brusthalftern befanden, zu kommen. In der Bar brach die Hölle los. Schreiende Menschen versuchten durch den Ausgang zu fliehen, während der Barkeeper nach seiner unter der Bar versteckten Pumpgun griff um John eine Ladung Schrott in den Körper zu pumpen. Wieder andere Besucher versuchten ihre eigenen Waffen zu ziehen um damit John zu erschießen. Schüsse halten durch den Raum, die vom Schmerzensschreie fliehender Gäste beantwortet wurden. John streckte derweil den dritten Leibwächter mit seinem Schwert nieder, der gurgelnd Luft und Blut atmet auf dem Tisch mit zerschnittener Kehle zusammensackte. Nur noch einer. In diesem Moment spürte John einen stechenden Schmerz in der linken Schulter und das herablaufen einer warmen, klebrigen Flüssigkeit, der ihn eine Sekunde aus dem Gleichgewicht brachte. Lange genug für den vierten Leibwächter seine Waffe zu ziehen und abzudrücken.
Die Zeit verlief für John wie in Zeitlupe. Unendlich langsam krümmte sich der Finger der Leibwache genauso langsam bewegte sich der Schlitten der Pistole und John konnte die Kugel auf sich zufliegen Sehen, während der Schlitten schon die nächste Kugel ausspuckte. Ein Treffer, zwei Treffer, drei Treffer, John wurde von den einschlagenden Kugeln nach hinten gedrückt, während er langsam in sich zusammensackte, 4 Treffer. John lag am Boden. Er konnte sich nicht bewegen, nichts mehr hören. Er fühlte wie das Leben aus ihn heraus floss. Eine Träne lief auf seinen Auge heraus. Endlich war er wieder mit seiner Familie vereint. Ein Pistolenlauf gefolgt von der Leibwache erschien in seinem Blickfeld. Mit zornesroten Gesicht schrie er Worte, die John nicht verstand, dann drückte er ab. Schwärze.
Kim Wong saß hinter dem Mahagoni Schreibtisch seiner Penthauswohnung und studierte Memos. Es klopfte an der Tür. "Herein," rief Wong mit leichten japanischen Akzent. Ein Bediensteter betrat das Zimmer und verbeugte sich knapp. "Mister Wong, verzeihen sie die Störung, aber sie wollten sofort über den Ausgang von Operation Eastside informiert werden." Wong machte eine Geste, damit der Bedienstete fortfuhr. "Nun der russische Lachs wurde sauber filetiert." "Und der Metzger?," fragte Wong. "Der erlitt eine Bleivergiftung." Wong gestattete sich für einen Moment ein kaltes Lächeln. "Vielen Dank für diese Information." Der Bedienstete verbeugte sich knapp und verließ, die Türe hinter sich schließend, das Zimmer. Mary-Ann fand das lustig. Sie stand die ganze Zeit neben den Diener und schnitt ihm Grimassen, die er nicht sehen konnte. "Das da vorne ist also Mr. Wong," dachte sie. Sie ging auf den etwa 50 Jahre alten im Armani Anzug dasitzenden Japaner zu. "Was hatte ihr ihr Vater vorher gesagt? Sie musste ihre Hand durch seine Brust stecken und sie einmal fest zur Faust ballen." Mary-Ann kletterte auf den Schreibtisch. Mr. Wong zitterte kurz, wie wenn ein kalter Windhauch über seinen Körper gegangen wäre. Mary-Ann streckte die Hand in Mr. Wongs Brust und ballte sie zur Faust. Als sein Bediensteter ihn eine halbe Stunde später fand, lag er mit verkrampften Gesicht und beiden Händen an der Brust halb vom Stuhl gefallen da. Der Arzt stellte Herzinfarkt als Todesursache fest. Zwei Unterweltbosse, die am selben Tag starben. Manchmal gibt es schon seltsame Zufälle.
Dienstag, 22. April 2008
Learn one word per day
Freitag, 29. Februar 2008
Review Die Ärzte - Planet Punk
Das zweite Album nach der Wiedervereinigung der Ärzte im Jahre und damals mein erstes selbst gekauftes Album. Damals war man jung und verstanden hatte man es als kleiner Junge auch nicht, aber die Ärzte waren cool, rebellisch und man konnte die Eltern und Lehrer damit ärgern. Jetzt 13 Jahre später ist man erwachsen und versteht die Gags, drum hier das Review des Albums.
Die Band
Ich glaube zur Band muss ich nicht viel schreiben, da sie im Gegensatz zu den Bands meiner anderen Reviews wirklich jeder kennt. Sollte sie jemand nicht kennen, so hat er die letzten 25 Jahre wohl verschlafen und sollte diese Wissenslücke schnell auffüllen.
Die Kritik
Nun was soll man viel sagen. Das Album ist ein Klassiker des Spaßpunks und eines der besten Alben der Ärzte. Lustig, hintergründig und trotz allem schimmert der gut versteckte Ernst, der hinter all den Spaß steckt immer wieder deutlich durch.
===*Super 3*=== 2:15
Der Einstiegssong in das Album. Allgemeines wir sind wieder da gepaart mit ironischer Abrechnung mit ihren Kritikern. Schöner, spaßiger Song. Note 1
===*Schunder Song*=== 3:06
Der erste ernste Song des Albums. Es geht um Gewalt und die Rache eines Opfers an seinen Peiniger. Untermalt mit lustigen Musik war dieser Song die erste Singleauskopplung des Albums. Note 1
===*Hurra*=== 3:26
6 Jahre nach der Wende ist der Song eine ironische Abrechnung mit der damaligen übertrieben Euphorie. Leider ist der Song 19 Jahre später noch immer topaktuell, da die Zustände in Ostdeutschland noch immer nicht die Besten sind. Note 1
===*Geh mit mir*=== 2:29
Eine Situation, die wohl jeder kennen dürfte. Ein Duett zweier Menschen die sich auf den ersten Blick ineinander verlieben, aber sich nicht trauen einander anzusprechen und so nicht zusammen kommen. Note 1-
===*Langweilig*=== 3:07
Das lyrische Ich wird von jemanden versetzt und entsprechend verärgert und langweilt sich zu Tode, da er nichts unternehmen kann, da er auf die Person warten muss. Note 2
===*Mein Freund Michael*=== 3:38
Eine Verarsche auf Michael Schuhmacher und bedingungsloses Fantum. Note 2-
===*Rod loves You*=== 3:26
Eine Abrechnung mit allen selbsternannten Sektenführer und entsprechenden "I love you all" Menschen und ihren Verehrern. Note 1
===*Der Misanthrop*=== 3:22
Die Welt aus der Sicht eines Misanthropen, der selbst nicht versteht warum er so ist und davon genervt ist, dass er sich allen Leuten erklären muss. Note 2
===*Vermissen,Baby*=== 3:37
Eine Abrechnung mit der Ex-Freundin. Gibt bessere z.B. von Curse "Und was ist jetzt", aber auch deutliche schlechtere. Note 3
===*Nazareth*=== 4:20
Die Ärzte verarschen Veganer und ihre Lebenseinstellung. Note 1
===*Meine Ex(plodierte Freundin)*=== 3:39
Ein Mann bringt seine Freundinnen um, wenn sie ihm nicht mehr gefallen um sie aus den Weg zu schaffen. Wie schon beim Schunder Song ernstes Thema das ganz im Kontrast zur fröhlichen Musikuntermalung steht. Note 1
===*Die Banane*=== 4:33
Was so alles passieren kann, wenn man(n) die Kontrolle über seine Triebe verliert, vermittelt dieses Lied mit einem kleinen Augenzwinkern. Note 1
===*B.S.L*=== 2:35
Warum man Musik b.s.l, also brutal schnell laut hören muss erklärt der Song. Note 2
===*Die traurige Ballade von Susi Spakowski*=== 4:01
Das Schicksal eines jungen Mädchen, dass von ihren Vater sexuell missbraucht wird und sich an ihren Vater rächt, da ihr keiner glaubt und sich niemand um sie kümmert. Beinhaltet auch einen Seitenhieb auf die christliche Doppelmoral in solchen Situationen. Der einzige Song der musikalisch auch die Ernsthaftigkeit des Themas umsetzt. Note 1+
===*Red mit mir*=== 3:58
Die Situation dürften auch mehr Männer kennen, als man vermutet. Man steht auf eine Frau, doch diese benutzt einen als emotionale Couch und heult sich bei einem nur aus. Nachdem sie dann fertig ist kehrt sie wieder zum Grund ihres Leids zurück und lässt einen alleine stehen. Der Song ist aus der Sicht einer solchen Couch, dem die Situation ziemlich nervt. Note 1
===*Trick 17 m. S.*=== 3:04
Ok der einzige Song zu dem ich keine Idee habe, wie er jetzt gemeint sein könnte. Ich denke jedoch er kritisiert Menschen, die aus vollkommen nebensächlichen Gründen Selbstmord begehen, obwohl man ihnen leicht per Therapie helfen könnte.
===*Opfer*=== 3:01
Kapitalismus ohne Ethik und Moral dagegen wendet sich der Song. Ein Waffenhändler, der von seiner Tätigkeit extrem gut lebt stellt sich als Opfer des Kapitalismus dar. Guter Song. Note 1
Fazit
Was ist das Fazit. Ein Ärzte Fan, der dieses Album nicht im Schrank stehen hat, der ist kein Ärzte Fan. Jeder der gerne Punk Rock hört sollte sofort zugreifen. Wer mit der Musik und den typischen Humor der Ärzte nichts anfangen kann, der sollte einen großen Bogen um das Album machen.
Das Review befindet sich auch auf ciao.de und zwar hier
Samstag, 16. Februar 2008
Wenn die Kapitulation zum Sieg wird
*Einleitung*
Nachdem meine erste CD Kritik überraschenderweise gut ankam, wage ich mich wieder ins Kritikergeschäft und beschäftige mich dieses Mal mit dem Album Kapitulation der Hamburger Gruppe Tocotronic. Vielleicht mag es etwas verwundern, da es dieses mal keine Metal CD ist, aber ich höre einfach zu viel Musik um mich auf ein Genre festzulegen. Jan Delay hat dazu recht treffend formuliert "Wer HipHop macht, aber nur HipHop hört betreibt Inzest." So halte ich es mit Musik generell.
*Die Band*
Hochgelobt, doch niemand kennt sie. Dieses Schicksal teilt Tocotronic mit vielen anderen Bands, die Musik mit Inhalt liefern. Gegründet wurde die Band Ende 1993 in Hamburg und besteht aus
- Dirk von Lowtzow ( Gesang, Gitarre)
- Jan Müller (Bass)
- Arne Zank (Schlagzeug, Keyboard, Gesang)
- Rick McPhail (Keyboard, Gitarre ).
Besondere Beliebtheit erfreut sie sich auf Grund ihrer Texte beim "links intellektuellen Publikum".
Diskographie:
- 1995: Digital ist Besser
- 1995: Nach der verlorenen Zeit
- 1996: Wir kommen um uns zu beschweren
- 1997: Es ist egal, aber
- 1999: K.O.O.K.
- 2000: K.O.O.K. - Variationen (LP/CD, Remixe verschiedener Künstler)
- 2002: Tocotronic
- 2003: Tocotronic - 10th Anniversary (CD/DVD)
- 2005: Pure Vernunft darf niemals siegen
- 2005: The Best of Tocotronic (CD/Doppel-CD)
- 2007: Kapitulation
- 2008: Kapitulation Live (Doppel-LP/CD)
*Die Kritik*
Wer wird mit diesem Album seine Freude haben. Grundsätzlich mal die Tocotronic Fans, die auch schon "Pure Vernunft darf niemals siegen" gemocht haben, da das Album musikalisch ähnlich ist. Darüberhinaus Indie-/Alternative- Fans mit Faible für sanften Gitarrenrock, sowie generell Fans der sogenannten "Hamburger Schule". Desweiteren auch Menschen mit einem Faible für anspruchsvolles Songwriting. Aber nun zur Einzelkritik der Songs:
*Mein Ruin*
5:45Der Opener des Albums ist ein druckvolles von Gitarren und Schlagzeug getragenes Statement gegen die "schreckliche Emo-Kultur"(Zitat Dirk von Lowtzlow), dem man eigentlich nur Zustimmen kann. Note 1
*Kapitulation*
4:14Ein Lobgesang auf die Kapitulation ist der titelgebende Track des Albums. Die Kapitulation wird nicht negativ aufgefasst, sondern als Ende des Kriegs aus dem sich etwas Neues entwickeln kann. Die Musik ist leicht und locker und unterstreicht die positive Interpretation der Kapitulation. Note 1
*Aus meiner Festung*
5:18"Befreie dich aus deiner selbstverschuldeten Unmündigkeit" ist das Motto, dass über diesen Text steht. Zugleich eine Aufforderung an die Menschen Leute aus ihrer Festung zu holen. Note 2
*Verschwör dich gegen dich*
4:10wie ist dieser Song gemeint? Ironisch? Als Kritik an der Gesellschaft in der du nur glücklich werden kannst, wenn du nicht auf dich hörst, sondern auf die Einflüsterungen dieser Gesellschaft? Fragen über Fragen. Auf jeden Fall regt der Text zum Nachdenken und zum drüber Philosophieren an. Note 2
*Wir sind viele*
6:54Bedenke, dass du nicht alleine auf diesem Planeten bist. Egal was dein "geheimer Wunsch" ist, egal in welcher Situation du bist, es gibt immer viele, die man zwar nicht kennt denen es aber genauso ergeht. Finde die Leute nur dann kann sich etwas ändern. Das ist zumindest meine Interpretation des Textes. Mir gefällt es. Note 1
*Harmonie ist eine Strategie*
4:34Mein absolutes Lieblingslied auf dem Album. Ein Hymne auf konfrontationsfreie Konfliktlösung. Probier es mal mit Harmonie. Note 1+
*Imitationen*
4:16Bist du wirklich du selbst oder nur Imitation eines anderen? Wieviel von dir ist von dir und nicht von jemanden anders? Denke darüber nach, ob das Imitieren des anderen sinnvoll ist oder ob es besser ist selbst zu sein. Note 1-
*Wehrlos*
3:48Tocotronic übt sich in Liebeslyrik. Ganz großes Kino. Note 1
*Dein geheimer Name*
4:00Ein Song der sich mir überhaupt nicht erschließt. Es darf also viel über diesen Text nachgedacht und philosophiert werden. Note 2
*Sag alles ab*
2:01Tocotronic wie früher. Laut und punkig. Ein Song gegen Druck von Außen und aufgezwängten Lebensweg. Note 1
*Luft*
5:13Nimm dir auch mal Zeit zum Entspannen zwischen den anstrengenden Leben und vor allem schäme dich nicht, nach getaner Arbeit zu relaxen. Note 2
*Explosionen*
3:45Der Knaller zum Schluss. Langsam baut sich eine eine atmosphärische Spannung auf, die man sonnst nur von Postrock Bands wie Sigur Ros kennt. Ein dem Album mehr als würdiger Abschluss. Note 1
*Fazit*
Sie haben ein Faible für gitarrenlastige Pop/Rockmusik und für intelligente Texte? Dann ab in den Laden und kaufen kaufen kaufen. Ansonsten empfiehlt es sich die CD einmal probezuhören, ob einen der Stil gefällt. Ganz klar eines der besten Alben 2007.
Das Review findet man auch bei Ciao.de und zwar hier
Der Bastard ist besser, als manche geplante Geburt
Wie schreibt man eine Kritik? Eine Frage, die sich jedem stellt, der dies wie ich zum ersten Mal macht. Wendet man sich an die Fans der Gruppe oder wendet man sich an alle Menschen? welche Punkt bespricht man, was lässt man aus? usw. usw. Als Objekt meines
ersten Versuches habe ich die CD Bastard der Gruppe Subway to Sally ausgewählt.
Details zur Band lasse ich aus, da man genug Stoff auf der Bandseite
http://subwaytosally.com/
bzw. im Wikipediaeintrag zur Band findet.
Die Lieder
01- Meine Seele brennt - 4:18
Ruhige Strophe und ein harter von den Gitarren getragener Refrain wechseln sich beim Opener des Albums ab. Thema des Songs ist der Phoenix aus der Asche. Das lyrische Ich ist soweit am Boden, dass es nicht mehr tiefer sinken kann. Es weiß das es nur noch aufwärts gehen kann und wieder Phoenix aus der Asche seines zerstörten Lebens wieder auferst. Klassischer, typischer Subway Song.
'''Note 1'''
02 - Puppenspieler - 3:51
Es geht um Manipulation und Machtausübung. Auch dieser Song lebt vom Wechsel zwischen hart und weich, wobei nun in den weichen Teilen der Akzent mehr auf der Geige als auf den Gitarren liegt. Besonders gut gefällt mir das immer wieder eingestreute irre Lachen des Puppenspielers, schöner kann man Kritik nicht verpacken.
'''Note 1'''
03 - Auf Kiel - 4:04
Nun wird es ruhiger. Fernweh ist das Thema des Songs. Entsprechend liegt der Akzent etwas mehr auf der Geigen. Die Stimmung im Lied baut sich langsam auf um dann mit einen mal abzubrechen. Das Geigenspiel wird drohend, als ein Sturm aufzuziehen beginnt doch wechselt schnell wieder in die Sehnsucht des lyrischen Ichs, solche Situationen wieder zu erleben und zu bezwingen.
'''Note 2+'''
04 - Umbra - 3:58
Es folgt das erste wirklich ruhige Lied des Albums. Das Thema ist der Schatten. Protagonist des Liedes ist jemand, der keinen Schatten werfen will und deswegen im Schatten lebt. Das Lied selbst beginnt mit einem mehrstimmigen Chor, der auch im Refrain durch hymnische Gitarren unterstützt verwendet wird. Schöner Song, der
verschiedene Interpretationen zulässt.
'''Note 1'''
05 - Voodoo - 3:57
Voodoo ist erste wirkliche Überraschung auf dem Album. Orientalischer Gesang gemixt mit einer textlichen und gesanglichen Aggressivität, die man eigentlich nicht von der Band kennt und ihr auch nicht zutraut. Wird vielleicht den einen oder dem anderen nicht gefallen. Ich finde es Klasse.
'''Note 1'''
06 - Wehe Stunde - 3:52
Nach Voodoo folgt ein harter Wechsel. Die erste wirkliche Ballade des Albums, die vom Ende einer Beziehung handelt, kommt. Den Fans gefällt sie nicht so wirklich, was meiner Meinung wohl an der etwas ungeschickten Plazierung auf dem Album liegt. Getragen wird das Lied von Geige und Akustikgitarre sowie diversen Blasinstrumente im
Refrain. Der "auf die Tränendrüse drück Faktor" ist dem Thema entsprechend angemessen.
'''Note 2'''
07 - Die Trommel - 3:51
Die Schrecken des Krieges sowie die leichte Manipulierbarkeit der Menschen sind Thema dieses Liedes. Dem einen mag der für Subway Verhältnisse relativ einfache Refrain aufstoßen, doch denke ich, dass sich dieses Lied dadurch am schnellsten zum Mitsingen bei Konzerten eignet und ziemlich schnell sehr beliebt wird.
'''Note 2'''
08 - Unentdecktes Land - 3:08
Der Song entstand unter Eindruck von "Die Vermessung der Welt" in dem es um Alexander von Humbold und seine Forschungsreisen durch die ganze Welt geht. Gleichzeitig jedoch handelt er davon, dass der Mensch, der einem am nächsten ist, eben das unentdeckte Land ist. Musikalisch find ich irgendwie keinen Zugang zu dem Lied.
'''Note 3'''
09 - Hohelied - 3:20
Subway to Sally meets Manowar. Keine Sorge nicht musikalisch, aber inhaltlich. Man beweihräuchert sich selbst und das eigene Schaffen. Naja Rätsel 2 auf Nord Nord Ost hätte gereicht. Textlich gefällt es mir nicht, musikalisch geht es.
'''Note 3'''
10 - Canticum Satanae - 0:46
Auch ein klassischer Song. Ein mehrstimmiger Subway Choral in dem sie mit Satan um die Wette singen. Sorgt für ein schmunzeln auf den Lippen.
'''Note 2'''
11 - Tanz auf dem Vulkan - 3:13
Inhaltlich eine Neuauflage von Veitstanz. Es geht ums Tanzen. Vielleicht der Song, der noch am ehesten den Folkeinschlag der früheren Alben hat. Obwohl er ins Bein geht gefällt mir Veitstanz besser.
'''Note 2-'''
12 - Fatum - 3:20
Es wird wieder Tempo herausgenommen. Der Song handelt vom Schicksal eines Bastardes der unter seinem Status und den ständigen wechselnden Männern seiner Mutter leidet. Schöner vor sich hin fließender Song, der zur letzten Strophe, in der der Bastard sein Leid herausschreit, massiv an Intensität gewinnt.
'''Note 2+'''
13 - In der Stille - 4:37
Die 2. Ballade und gleichzeitig der Ausklang des Albums. Ein Song zwischen Sehnsucht und Aufbruchstimmung. Meiner Meinung nach ein praktisch perfekter Ausklang dieses Albums, der Hunger auf mehr macht und die Vorfreude auf das nächste Album anheizt.
'''Note 1'''
Fazit
Nachdem die Band mit Engelskrieger ihren bisherigen, leider von den Fans wenig geschätzten Zenit ihrer Laufbahn erreicht haben, folgte mit Nord Nord Ost der Tritt auf die Notbremse und die Schadensbegrenzung bei den Fans. Bastard ist wieder ein
Schritt in die richtige Richtung. Die Band experimentiert wieder und wagt sich in neues Terrain nur deutlich vorsichtiger als bei Engelskrieger um die Fans nicht mehr
so zu überrümpeln. So kann es weitergehen und ich freue mich schon auf das nächste Album der Band, nachdem Nord Nord Ost für mich eine kleine Enttäuschung war. Für Subway Fans eine deutliche Kaufempfehlung, ebenso für Fans von guten Metal.
Das Review findet man auch unter Ciao.de und zwar hier
Mittwoch, 2. Januar 2008
Erkenntnisse über die Welt 1
Über den Text: Dieser kleine Text handelt von der Realität und davon, dass man selbige objektiv nicht erfassen kann. Bitte lehnen Sie sich zurück und geniessen Sie die nächsten Zeilen. Sie könnten Ihr Weltbild verändern.
"Gott ist die Welt schlecht", "Niemand kann mich leiden", "Ich werde von allen gemobbed", "Das Mädchen hat sicher nen Freund". Sie kennen diese Sätze?
Herzlichen Glückwunsch. Damit gehören Sie nämlich zu den Menschen, welche glauben sie könnten die Welt objektiv beurteilen. Verabschieden Sie sich von dieser Vorstellung! Sie ist schlichtweg falsch. Wie eine objektive Realität existiert nicht? Wenn Sie sich genau jetzt diese Frage stellen, dann darf ich Ihnen gratulieren. Sie denken schon einmal über den Text nach. Aber leider haben Sie die letzen Sätze falsch interpretiert. Ich sagte nicht, dass es keine objektive Realität gibt. Ich sagte sie könen diese nur nicht erkennen. Sie fragen sich jetzt sicher warum. Das will ich Ihnen an einem kleinen Beispiel verdeutlichen.
Nehmen wir an es habe sich ein Unfall ereignet und 5 Zeugen hätten diesen beobachtet. Sie werden 5 verschiedene Versionen bekommen. Der Grund dafür? Jeder Mensch "sieht" die Welt mit seinem Gehirn. Dort wird die Realität zusammengesetzt. Da nun kein Mensch den anderen gleicht baut sich jeder seine Realität nach einem individuellen einzigartigen Muster zusammen, welches man für die objektive Realität hält. Wie Sie sich vorstellen können kann sich Ihre subjektive Realität erheblich von der objektiven unterscheiden. Ein Beispiel?
Stellen Sie sich folgendes vor. Sie betreten ein Zimmer in dem alle anwesenden Personen sich köstlich amüsieren. Wenn sie nun das Zimmer betreten verstummen diese schlagartig. Was ist Ihr erster Gedanke? Die haben über micht gelacht. Das sie aber ü,ber Ihren Chef gelacht haben, welcher gerade hinter Ihnen an der Tür vorbeigeht, wird Ihnen nicht in den Sinn kommen, obwohl es sich hierbei um die Wahrheit handelt. In Ihrer Realität wurde über sie gelacht. Sie sehen den Unterschied zwischen objektiver und subjektiver Realität und warum sie letztere nicht erkennen können. Damit lebt jeder Mensch in seiner eignen Realität ohne die Realitäten der anderen Menschen genau zu kennen.
Worauf will ich hinaus? Ganz einfach hinterfragen Sie Ihre Realität. Ist es wirklich die Welt, die schlecht ist oder sind Sie nur schlecht gelaunt und schieben Ihre schecht gelaunt und schieben ihren Frust auf andere.
Kann Sie wirklich niemand leiden oder ist es in Wirklichkeit nur ein ganz kleiner Kreis. Bedenken sie 99,9% der Menschheit kennt Sie gar nicht.
Werden Sie wirklich gemobbed oder bilden Sie sich das nur ein.
Ist der Typ bei dem hübschen Mädchen wirklich der Freund oder glauben Sie das nur.
Verpassen Sie also niemals mehr eine Gelegenheit nur auf Grund Ihres Glaubens. Verschaffen Sie sich das Wissen. Das Schlimmste was Ihnen passieren kann ist, dass sich Ihr Glauben als Tatsache herausstellt und dann können Sie etwas dagegen unternehmen. In den meisten Fällen werden Sie aber feststellen, dass die Wahrheit ganz anders ist. Limitiern Sie sich nicht selbst sondern werden Sie ein freier, glücklicherer Mensch.
Beschreibung eines Zimmers
Wir betreten ein Zimmer. Größe etwa 16 Quadratmeter. Höhe zwei Meter 50. An der Wand rechts neben der Tür befindet sich ein Poster. Es zeigt eine Cola Dose mit Kondenztropfen. Wir schließen die Tür, eine helle klarlackierte Holztür mit Glaseinsatz hinter uns und schauen und weiter in dem Zimmer um. Auf dem Holzboden befindet sich ein weißer Teppich worauf ein Jugendlicher im Schlafsack liegt. Doch dazu später mehr. Zu unserer Linken befindet sich ein Schreibtisch, darüber ein offenes Regal. Der Schreibtisch ist peinlich genau aufgeräumt. Stifte befinden sich in den dafür vorgesehenen Behältern. Ein Lineal liegt in einer kleinen Mulde im Schreibtisch. Ein paar Blätter liegen drauf. Geordnet, die Seitenkante paralell zu den Tischkanten. Im hinteren Bereich des Tisches steht ein Computermonitor der von einer roten Staubabdeckung aus Plastik umschlossen ist. Kabel verlaufen vom Monitor unter den Tisch. Eins zu einer Tastatur. Auch sie besitzt eine Staubabdeckung aus Plastik. Sie ist farblos und durchsichtig. Das andere Kabel verläuft zum Computertower. Er ist staublos. Vor dem Schreibtisch ein kleiner Bürostuhl. Die Lehne des Stuhles berührt die Tischkante. Aufgeräumt. Wenden wir nun unseren Blick dem Regal zu. Es hat drei Ebenen. Die oberste Ebene ist voller Bücher, Jugendbücher, Mädchenliteratur. Alle dicht an dicht, Buchrücken berührt Buchdeckel. Die zweite Ebene enthält ebenso Bücher.
Romane. Bei der untersten Ebene verhält es sich anders. Links und Rechts Bücher. Sachbücher, Schulbücher, Wörterbücher, Lexikas. In der Mitte eine freie Stelle. Ein paar Blätter liegen dort. Auf den den Blättern eine Schachtel Antibabypillen. Hinter dem Regal befindet sich ein CD Ständer. Er enthält einige CDs, gebrannte und originale. Darüber auf einem mit der Wand verbundenen Holzbrett ein kleiner Fernseher mit Videorekorder.
Unsere Augen wandern weiter durch das Zimmer und erreichen nun die Rückwand, welche aus einem großen Fenster besteht, das die obere Hälfte ausfüllt, die untere Hälfte wird von einer Heizung dominiert. Vor dem Fenster zugezogene gelbe Vorhänge, durch die das komplette Zimmer eine gelbe Färbung bekommt. Keine Rolläden. Nun zur rechten Wand. Gleich nach dem Fenster wieder ein kleines Regal, welches voller Software ist. Computerspiele oder Arbeitsprogramme. Danach beginnt ein Bett in dem eine Jugendliche schläft. Auch diese Beschreibung später. Über dem Bett eine Leiste. An ist eine Lampe angebracht. Auf der Leiste Stofftiere, Fotos - das Mädchen mit Familie, das Mädchen mit Freunden, das Mädchen alleine - Pokale und Medallien. Darüber ein Schrank mit geschlossenen Türen. Nach dem Bett ebenfalls ein Schrank, wahrscheinlich der Kleiderschrank.
Beenden wir nun den Rundgang durch das Zimmer und wenden wir unsere Aufmerksamkeit den beiden Personen im Raum zu. Zuerst zu dem Mädchen. Sie ist etwa 19 Jahre alt, blond, Kurzhaarfrisur, die Augen geschlossen, der Mund leicht geöffnet so dass man ihre weißen Zähne leicht unter ihren blassroten, dünnen Lippen hervortreten sieht. Ihre Haut ist blass, Sommersprossen ziehren ihr hübsches, entspanntes Gesicht. Sie schläft auf ihren Rücken. Fast der komplette restliche Körper ist unter der himmelblauen Bettdecke des Federbettes verborgen, die sich gleichmässig im Atemrhythmus des schlafenden Mädchens hebt und senkt. Der restliche Körper lässt sich nur erahnen, schlank, etwa 1,60 groß, die Arme neben dem Körper. Die linke Hand ragt unter der Decke hervor feingliedrige lange Finger, die Fingernägel mit klaren Nagellack lackiert. Sie sind sauber geschnitten. Selbiges gilt für ihren nackten linken Fuss, der ebenfalls nicht von der Decke verdeckt wird. Etwa Schugröße 35. Nun zu dem Jungen. Auch er ist etwa 19 Jahre alt, schlank, er liegt in einem grünen Schlafsack, der auf einer grünen Isomatte liegt, die sich wiederum auf dem weißen Teppich befindet. Auch der etwa 1,80 lange Junge liegt auf seinen Rücken, sein Körper befindet sich fast komplett in dem Schlafsack, nur Schultern und der Kopf sind frei. Dieser ruht auf einer Mischung aus Kissen und einem zusammengefalteten Sweatshirt. Er ist wach, seine braunen Augen sind auf das schlafende Mädchen gerichtet. Er lächelt glücklich und zufrieden.